01.10.2011 Abfischen Bäche
Am Samstag 1. Oktober war es wieder soweit! Wir alle waren gespannt wieviele Forellensömmerlinge der im Frühling eingesetzten Brütlinge wir in diesem Jahr mit dem El. Fanggerät Fangen und in ihre neue Heimat der Aare übergeben können.
Nach der Einteilung der beiden Gruppen (Roggenhausenbach / Rombach) ging es zügig an die Arbeit. Beim Roggenhausenbach wurde wie immer im untersten Abschnitt bei der Pferderennbahn mit Abfischen gestartet. Die anfängliche Ausbeute stimmte uns mutig, auch ein durchgebranntes Kabel an der Verbindung zum Fangpol konnte uns nicht stoppen, dieses konnte dank dem Werkzeug unseres Webmaster rasch repariert werden!
Ab dem 2. Abschnitt nahmen die Fänge markant ab und wir wurden Meter für Meter ratloser (bis dahin konnten knapp 50 Forellen, meist Jährlinge gefangen werden!!). Was konnten die Gründe sein: Fischfressende Vögel, grössere Forellen oder gar eine Fischvergiftung? Spätestens nach der Hälfte der Abfischstrecke war für uns klar, irgend ein Gift im Wasser hat unsere gesamte Forellenaufzucht 2011 zerstört. Naheliegend wäre die "Brocki" Wöschnau die im August einem Grossbrand zum Opfer fiel und bei den Löscharbeiten das kontaminierte Löschwasser in den Bach gelangen konnte (das Gebäude liegt direkt am Roggenhausenbach). Unsere Vermutung erhärtete sich, da die Erträge oberhalb des Gebäudes wieder den Vorjahreszahlen entsprachen. Der effektive Grund wird wahrscheinlich nie mehr eruierbar sein. Total konnten auf der gesamten Strecke nur 120 Forellen (Vorjahr 719) gefangen werden, wovon der Grossteil keine Sömmerlinge waren.
Dem Team beim Rombach erging es auch nicht viel besser, total wurden dort 160 Forellen (Vorjahr 319) gefangen. Den Grund für dieses schlechte Ergebnis wird in der Wasserknappheit und den hohen Temperaturen in diesem Sommer vermutet.
Gesamthaft ist es das schlechteste Ergebnis seit wir in diesen Bächen Forellenaufzucht betreiben und für uns alle eine riesengrosse Enttäuschung, die schmerzt. Trotzdem, aufgeben werden wir die sinnvolle Aufzucht, trotz enormem Aufwand nicht. Wichtig ist jedoch, dass vor einer Neubesetzung mit Forellenbrütlingen das Wasser (inkl. Gewässergrund / Schlammablagerungen) auf allfällig noch vorhandene Schadstoffe untersucht wird und wenn nötig Sanierungsmassnahmen eingeleitet werden.
Der Vorstand möchte es nicht unterlassen und allen Helfern die am Freitag und Samstag mit grossem Engagement mitgeholfen haben ganz herzlich zu Danken.
Für den Bericht Stef Maurer